Donnerstag, 14. Mai 2015

Mit dem Rad durch Bergen

Bereits vor der Reise hatte uns AIDA den Ausflugskatalog geschickt, damit wir uns ansehen können, was man vor Ort so machen könnte. Darin waren auch Radausflüge, die für mich aber nicht in Frage kommen, den ich war nicht sicher ob ich dem empfohlenen Fitnesslevel 4 (von 5) entsprechen würde. Und durch die Gegend keuchen wollte ich auch nicht. Als ich vor der Reise meine Tante bescht, die schon mal mit dem gleichen Schiff unterwegs war und sie mich auf die Ausflüge hinwies sagte ich noch ich hätte dazu keine Lust, es heißt ja bestimmt nicht "Bergen" weil es da flach ist.
Wir hatten also keine Ahnung was wir machen sollen, nur reichlich Budget für Ausflüge an jedem Ort. Also haben wir uns die Präsentation der Ausflüge im Schiffstheater angesehen um uns inspirieren zu lassen. Ich dachte schon über eine Wanderung durch die Natur nach als ein Mädel mit dem Rad auf die Bühne kam und die Fahrradausflüge vorstellte. Sie erklärte auch, dass man keine besondere Fitness braucht um die so genannten Soft-Touren zu fahren (die mit Level 4). Wer einmal die Woche mit dem Rad zum Bäcker fahre, der käme gut mit. Und bei Anstiegen könne man ja auch warten. Und so hörte ich den Liebsten neben mir sage, dass es das gerne machen würde. Er fährt zu Hause wirklich nie Rad und ich war erstaunt, sagte aber sofort zu.

AIDA stellt für die Radler Rad, Helm, Trinkflasche (die kann man natürlich behalten), Energieriegel und auf Wunsch auch einen Rucksack (einen richtigen Radrucksack von deuter in den man auch den Helm packen kann). Also füllten wir die Flaschen mit Wasser (später wurde da noch so ein Energypulver zugeschüttet), schnappten die Sachen und gingen zur Bikestation, wo ich noch einen Rucksack bekam. Ich hasse ja Rucksäcke aber zu diesem Zweck war es schon nützlich. Also in den sauren Apfel gebissen und das Ding angezurrt. Der Ausflug war super, es hat total Spaß gemacht durch dieses hübsche Städtchen zu radeln. Angefangen beim Freilichtmuseum Gamle Bergen durch die Touristenhochburg Bryggen, Marienkirche, weiter durch die Stadt bis zum großen zentralen Park, den Grieghallen, einem See, der Universität, etc. pp. mit einer halben Stunde Pause am Fischmarkt, die wir NICHT mit Fisch verbrachten sondern mit Hotdog (ich hätte gern einen Rentierhotdog probiert aber der war leider aus, darum gab es Lamm) und Softeis. Es gab zwischendurch auch Fotostopps und es wurde natürlich bei Sehenswürdigkeiten angehalten und etwas dazu erzählt, darum fand ich es überhaupt nicht anstrengend. Bei einigen Anstiegen musste der Liebste absteigen und einen Hügel kam außer der Bikingguide nur noch einer aus der Gruppe (ca. 15 Personen) hoch und ich war es nicht. Also wartete die Guide oben und wir atmeten kurz durch und wo es rauf geht, geht es ja auch wieder runter.

Fahrradhelm, Rucksackgurte und aufgekrempeltes Hosenbein (wegen der Kette) sind zwar nicht ganz so fotogen aber egal, wir waren sehr zufrieden mit unserer Auswahl und buchten sofort den Radausflug in Oslo hinterher.



Im Scrapbook gibt es zu Bergen zwei Layouts auf einer Doppelseite. Was man hier gar nicht sieht: Die Stadt ist mit ca. 2548 mm Niederschlag an 248 Regentagen im Jahr (Stand: 2005) die „regenreichste Großstadt Europas“. Im April ist die durchschnittliche Höchsttemperatur 9 Grad. Wir hatten 12-15 Grad und Sonnenschein. Besser hätten wir es doch kaum treffen können.




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